Umnutzung Zeughaus
Zeughaus: Arbeitsgruppe aufgelöst
Fast ein Jahr nach der Eröffnung des neuen Zeughauses hat die Projektgruppe ihre Arbeit abgeschlossen. Mit der Genehmigung der Bauabrechnung durch den Gemeinderat ist nun auch der letzte Schritt vollzogen und die Gruppe kann aufgelöst werden. Im Rückblick zieht der Präsident, Martin Wettstein, eine positive Bilanz.
Der Gemeinderat hat kürzlich in seinen Nachrichten geschrieben, dass die Bauabrechnung mit einer «Punktlandung» abschliesst. Sie liegt nämlich lediglich Fr. 1808.35 über den von den Stimmberechtigten genehmigten Kredit von 6,880 Mio. Franken. Das sind 0,02 Prozent. Überrascht darüber ist Martin Wettstein nicht, denn er wusste, dass bei einem Renovationsprojekt während der Bauphase Überraschungen mit unangenehmen Kostenfolgen aufgedeckt werden könnten. Deshalb sei schon vor dem eigentlichen Baubeginn alles daran gesetzt worden, um unliebsame Überraschungen zu verhindern. Zum Beispiel wurde abgeklärt, wie sich der Baugrund und das sich das gesamte Trägerwerk präsentiert.
Viele Höhepunkte
Besonders stolz ist Wettstein auf die Tatsache, dass 41 Prozent der Aufträge an Unternehmen in Teufen und in der näheren Umgebung vergeben werden konnten. Das sei keine Selbstverständlichkeit, betont der Präsident. Damit sei das vor der Abstimmung im Jahre 2009 abgegebene Versprechen mehr als eingehalten worden. Ein Objekt wie das Zeughaus unterliegt dem Submissionsgesetz, d.h. dass die Arbeiten öffentlich vergeben werden müssen. Laut Wettstein wurden jedoch, wenn immer möglich, die Arbeiten im so genannten Freihändigen Verfahren vergeben. «Mit unseren Vergaben haben wir auch wieder in Teufen investiert», betont er. Die Projektgruppe hat 2007 den Auftrag erhalten, Grundlagen für eine Abstimmung über einen Baukredit zu erarbeiten. In den letzten fünf Jahren hat die Gruppe 45 Sitzungen abgehalten, eine Herausforderung für alle Mitglieder. Für Martin Wettstein fällt es schwer, einzelne wegweisende Entscheide, zu nennen. Trotzdem: Für ihn waren der Projektwettbewerb, das überwältigende «Ja» der Stimmberechtigten zum Kredit, der Baubeginn, die Einweihungsfeierlichkeiten und die «Punktlandung» am Schluss die Höhepunkte während seiner Präsidialzeit.
Wetterschutz
An einer ihrer letzten Sitzung hat die Projektgruppe beschlossen, beim Zeughauseingang ein Vordach zu installieren, das vor Regen und Wind schützen soll. Ob dieses Vordach auch tatsächlich realisiert wird, steht zurzeit noch nicht fest. Da die Arbeitsgruppe aufgelöst wird, entscheidet die Baukommission definitiv darüber. «Unsere Gruppe hat jedoch vorgegeben, in welcher Art ein solches Vordach zu installieren ist», stellt Wettstein fest. Bevor jedoch der Eingriff erfolgt, wird eine Ganzjahresperiode abgewartet. Die nötige Rückstellung auf jeden Fall wurde getätigt.
Positive Bilanz
Sichtlich erfreut über das Ergebnis der Arbeiten in den letzten Jahren ist Wettstein, wenn er das Zeughaus innen und aussen betrachtet: «Rundum erfreulich», gibt er sich zufrieden. Im Bau widerspiegle sich die Kultur, welche die Arbeitsgruppe prägte. Nämlich sehr seriöses Arbeiten, weise Entscheide, sachliche Diskussionen und nicht zuletzt eine gute Kameradschaft. Deshalb möchte er sich bei allen bedanken, welche sich für die Umnutzung und die Renovation des Zeughauses eingesetzt haben. Er denkt vor allem an die Stimmberechtigten, die mit ihrem Entscheid dieses zukunftsweisende Gebäude in Teufen ermöglicht haben.
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Strassenmarkierung als Kunst vor dem Zeughaus
Christian Kathriner gestaltet den Vorplatz des Zeughauses im Rahmen des Projekts «Kunst und Bau». Dort soll ein Feld ausgeschnitten werden, auf welchem - ähnlich eines Displays - eine Zeichnung eingeschrieben wird. Bei der Linienzeichnung auf dem Asphalt verwendet der Künstler dabei die gleichen Materialen wie sie bei der Strassenmarkierung verwendet werden.
Es ist etwas Aussergewöhnliches und eventuell sogar Gewöhnungsbedürftiges, das Christian Kathriner vor dem Zeughaus realisiert. Dem Ur-Innerschweizer war bald klar, dass eine künstlerische Intervention im Aussenraum besonders schön sein könnte. Der Boden als Träger für ein Bild bot sich dann wiederum schnell an. Es handle sich dabei um eine sehr alte Idee, gibt Kathriner zu verstehen.
Verbindung schaffen
Die Zeichnung von Kathriner ist eine Ableitung von einer grafischen Ermittlungsmethode aus der Ingenieurkunst, der so genannten Hauptspannungstrajektorien. Der Künstler weiss, dass dieses Verfahren weder dem Architekten Felix Wilhelm Kubly, der das Zeughaus seinerzeit erbaut hat, noch dem Teufener Baumeister Hans Ulrich Grubenmann bekannt gewesen ist. Und trotzdem gebe es eine Verbindung zu Kubly und Grubenmann. Ein Aspekt von Grubenmanns Genie sei, dass er sein Wissen um die Gesetze der Statik intuitiv gewonnen und nebst seiner enormen Erfahrung mit Modellversuchen abgeglichen habe. Dass wir heute über komplexeste Berechnungsmethoden verfügen, schmälere seine Leistung nicht, im Gegenteil, ist Kathriner begeistert: «Dieses Trajektorienbild, welches ich Grubenmann in einem gewissen Sinn zu Füssen lege, sagt dann auch so etwas wie: „Du hast es gewusst!“. Bei Kubly liegt der Fall etwas komplizierter, ich sehe ihn als einen typischen Beaux-Arts- Architekten und an diesen ingenieurstechnischen Fragen nicht zentral interessiert».
Eine Einheit
Das Zeughaus besitzt einen streng symmetrischen Aufbau. Eine nicht ganz leichte Aufgabe ist zu erreichen, dass das Werk von Kathriner die Symmetrie des Hauses auf dem Vorplatz aufnimmt und weitergibt. Für ihn ist es klar, dass er sich nicht gegen diese Eigenschaft stemmt sondern ihren Schwung aufnimmt. Er versichert, dass seine Zeichnung in ihrer absoluten Symmetrie und harmonisch-formschönen Gestalt eine unmittelbare Verwandtschaft zu Kubly's Architekturauffassung aufweisen wird. Im Weiteren wird auch die Länge des Baukörpers exakt aufgenommen. Dadurch erzielt er eine weitere verschmelzende Eigenschaft. Seine Aufgabe ist nun, dafür zu sorgen, dass Dimension und Proportion gelingen. Das verlange viel konkretes Vorstellungsvermögen, sagt Kathriner.
Selber Hand anlegen
Bei der Linienzeichnung verwendet Kathriner das gleiche Material, welches auch für die Strassenmarkierung gebraucht wird. Bei der Ausführung achtet er darauf, dass die Kurvenschwünge exakt der mathematischen Eigenschaft entsprechen. Dazu benötige er Schablonen, damit die Linien präzise ausfallen. Da Kunst auch immer Handwerk sei, arbeite er beim Auftragen mit. Zumindest müsse er immer daneben stehen und alles überwachen, damit seine Ideen so umgesetzt werden, wie er sich das vorstelle. Die Arbeiten sind in der zweiten Hälfte Mai geplant. Eines ist gewiss: Das im neuen Glanz strahlende Zeughaus wird mit dem „Kunst und Bau“-Projekt von Christian Kathriner um eine weitere Attraktion reicher sein.
Zur Person Christian Kathriner:
1974 Geboren in Sarnen
Lebt zurzeit in Mettmenstetten ZH Künstlerische Biografie 1990-1991 Schule für Gestaltung Luzern 1992-1997 Kunstakademie Düsseldorf Einzelausstellungen (in den letzten fünf Jahren) 2011 Max von Moos - gesehen von Peter Roesch,
Christian Kathriner und Robert Estermann, Kunstmuseum Luzern 2010 Auslegeordnung (für Aby M. Warburg) Kunstraum Kreuzlingen 2009 Transposition (mit Davide Cascio), Wallfahrtskirche Hergiswald 2007 Inkrustation/Pontifex, Kunstkammer, Zürich Auszeichnungen/Preise (in den letzten sechs Jahren) 2010 Beitrag des Kulturfonds, Bundesamt für Kultur BAK, Bern 2008 Swiss Art Award (Eidgenössischer Preis für Kunst) 2008 Werkbeitrag der Kantone Ob- und Nidwalden 2006 Werkjahr der UBS Kulturstiftung Zürich
| 1974 | Geboren in Sarnen Lebt zurzeit in Mettmenstetten ZH |
| Künstlerische Biografie | |
| 1990-1991 | Schule für Gestaltung Luzern |
| 1992-1997 | Kunstakademie Düsseldorf |
| Einzelausstellungen (in den letzten fünf Jahren) | |
| 2011 | Max von Moos - gesehen von Peter Roesch, Christian Kathriner und Robert Estermann, Kunstmuseum Luzern |
| 2010 | Auslegeordnung (für Aby M. Warburg) Kunstraum Kreuzlingen |
| 2009 | Transposition (mit Davide Cascio), Wallfahrtskirche Hergiswald |
| 2007 | Inkrustation/Pontifex, Kunstkammer, Zürich |
| Auszeichnungen/Preise (in den letzten sechs Jahren) | |
| 2010 | Beitrag des Kulturfonds, Bundesamt für Kultur BAK, Bern |
| 2008 | Swiss Art Award (Eidgenössischer Preis für Kunst) |
| 2008 | Werkbeitrag der Kantone Ob- und Nidwalden |
| 2006 | Werkjahr der UBS Kulturstiftung Zürich |
Erstes Ausstellungsmodell im Zeughaus
Obwohl erst im Juni Eröffnung ist, wurde bereits in diesen Tagen ein Brückenmodell für das Grubenmann-Museum ins Zeughaus gezügelt. Das so genannte Schaffhauser-Modell ist mehr als fünf Meter lang und schwierig zu transportieren.
Die Verantwortlichen haben sich deshalb zu diesem Schritt entschlossen, weil im Dach bald eine brandabschottende Wand montiert wird, die den Transport ins Dachgeschoss erschweren bzw. verunmöglichen würde.
Das Modell ist nun wieder verpackt in einer Kiste und wartet darauf bis der Ausbau des Dachstockes soweit ist, dass es wieder ausgepackt werden kann.
Das letzte Mal war das Brückenmodell in Vicenza in Italien zu sehen und wurde nachher in der Zivilschutzanlage in Teufen zwischengelagert.
Bilder: Ueli Vogt
Blick in das Dachgeschoss des Zeughauses Teufen.
Hier wird in rund drei Monaten die Grubenmannsammlung ihre neue Heimat finden. Das sieht zwar heute - wie ein Blick ins Innere verrät - noch nicht danach aus. Primär werden jetzt im ganzen Haus die Ausbauarbeiten an Boden, Wänden und Decken ausgeführt, die Verkleidungen, Türen und Einbauten durch die Schreiner erstellt, die Fenster montiert, verputzt und gemalt. Alle diese Arbeiten kommen planmässig voran. Die Koordination und Terminplanung durch die Bauleitung sind jetzt besonders gefragt, da zurzeit besonders viele Handwerker im neuen Zeughaus ein und aus gehen.
Fassade im historischen Glanz
Fassade im historischen Glanz
Die neue Fassadenfarbe des Zeughauses in Teufen orientiert sich an der von Felix Wilhelm Kubly bereits in den 1850er-Jahren beschriebenen Farbgestaltung. Der berühmte Architekt aus Altstätten hat sich schon damals einen rötlichen Rötisser-Kalkputz gewünscht.
Die ursprüngliche Fassadengestaltung von 1856 bestand aus einem ungestrichenen gelblichen Kalkputz und gliedernden Fassadenelementen wie Sockel, Eckquader, Lisenen, Gesimsgurt und Fenstergewände in Teufener Sandstein. Die hölzernen und metallenen Bauelemente waren als Schutz vor der Witterung in Ölfarbe gestrichen. Zwischenzeitlich wurde das Zeughaus Teufen mehrfach neu gestrichen, zuletzt in einer eher eintönigen grau-weissen Fassung.
Harmonische Einheit
Die Architekten Ruedi Elser und Felix Wettsein, welche für die Renovation des Zeughauses verantwortlich zeichnen, haben den Putz mit in einer aufgehellten Mischung aus ockerfarbener gebrannter Siena Erde und beigemischten Komplementärfarben streichen lassen. Das sandige Naturpigment soll sich mit den Farben der Landschaft verbinden und zum vielfältigen Bauschmuck in Sandstein einen Kontrast darstellen. Ergänzt werden soll die Gestaltung durch neue braune Holzfenster und Läden in schwarz und grün. Damit wirkt das Zeughaus nach Aussagen der Architekten wieder festlich und heiter. Davon ist auch der kantonale Denkmalpfleger Fredi Altherr überzeugt: «Ich finde die «neue» Farbe sehr gelungen, die Fernwirkung gegen Süden ist besonders eindrücklich.» Nach seinen Worten habe die dezent rote Färbung nach Kublys Intentionen die Besonderheit, sich je nach rotem Farbanteil des Tageslichts leicht zu verändern und die «Wetterstimmungen» aufzunehmen.
Geschichtliches
Felix Wilhelm Kubly lebte von 1802 bis 1872. Seine klaren Raum- und Grundrisskonzepte brachten ihm wiederholt gute Platzierungen bei regionalen und nationalen Architekturwettbewerben. Gewonnen hat er diese allerdings eher selten, da er bei der Fassadengestaltung, die sich lange an der französischen Architektur des frühen 19. Jh. und am Münchner Rundbogenstil orientierte und historisierende Stilelemente nur zaghaft integrierte, eher zurückhaltender war als andere Architekten. Kubly hat Projekte in der ganzen Breite der Architektur geschaffen: Mit mehr als zwanzig Projekten und ausgeführten Bauten ist Kubly in Appenzell Ausserrhoden präsent, z.B. Pfarr-, Gemeinde- und Schulhaus Teufen (1837-40), Bürgerheim Herisau (1837-38), Schulhaus Bühler (1836-38). Zu seinen Hauptwerken gehören u.a. das kantonale Zeughaus St. Gallen (1836-41), die reformierte Kirche Heiden (1837-40), die ehemals paritätische Kirche Wattwil (1839-48), die Kantonsschule St. Gallen (1849-55) und das Kurhaus Tarasp-Scuol (1861-65). Das Zeughaus in Teufen wurde von 1852 bis 1855 von Baumeister Jakob Schefer nach einem Vorprojekt von Felix Wilhelm Kubly gebaut.
Eröffnungsfest anfangs Juni
Die Eröffnungsfeierlichkeiten für das renovierte Zeughaus finden mit verschiedenen Attraktionen und Darbietungen am Samstag, 9. und Sonntag, 10. Juni 2012 statt. Bei Führungen und Rundgängen an beiden Tagen werden der Bevölkerung die neuen Räume vorgestellt und ihre Funktionen erläutert. Umrahmt wird das Programm mit musikalischen Darbietungen für jung und alt am Samstag (u.a. Marius und die Jagdkapelle, Jazz-Trio Markus Bischoff). Am Sonntag findet im Zeughaus ein ökumenischer Gottesdienst mit musikalischem Rahmenprogramm statt. Kulturell Interessierte können im neuen Zeughaus im obersten Stock die neu konzipierte Grubenmannsammlung besuchen. Im ersten Obergeschoss, also in der Kulturellen Mitte, finden u.a. die Zeller Bilder ihren Platz, welche ebenfalls angeschaut werden können.
| Felix wilhelm Kubly beeinflusste die heutige Farbgebung des Zeughauses wesentlich. |
Renovation im Terminplan
Die Renovationsarbeiten des Zeughauses kommen gut voran. Sowohl an der Fassade wie im Innern sind die Arbeiten weit fortgeschritten. Die Eröffnung und anschliessend Nutzung ist für den Spätfrühling des nächsten Jahres geplant.
In etwa einer Woche kann an der Fassade mit den Malerarbeiten begonnen werden, nachdem die Putz- und Sandsteinsanierungs- sowie die Dachdecker- und Dachisolations- und Spenglerarbeiten abgeschlossen sind. Das Zeughaus bekommt auch neue Fenster. Mit deren Produktion wird in diesen Tagen begonnen.
Fassadenrenovation
Nicht nur die Aussenarbeiten sind im Plan. Auch im Inneren wird mit Hochdruck gearbeitet. In der Zwischenzeit sind die Zwischenböden an den Kopfteilen erstellt worden. Der alte und beschädigte Verputz in allen Geschossen wurde entfernt. Damit auch das Innere des Zeughauses im neuen Glanz erstrahlt, wird der neue Verputz noch diesen Monat aufgetragen.
Die künftigen Besucherinnen und Besucher müssen im neu renovierten Zeughaus nicht frieren. Die Heizzentrale ist bereits eingebaut. Auch die Sanitär- und Elektrorohinstallationen im Unter und Erdgeschoss sind erstellt.
Sanierung der Holzböden
In einem kürzlich erschienenen Zeitungsartikel wurde erwähnt, dass das Zeughaus bis anhin über keine richtigen Böden verfüge. Dies trifft nicht zu. Tatsache ist, dass diese sanierungsbedürftig sind. Die Sanierungsarbeiten der Holzböden im Ober- und Dachgeschoss, wo die Grubensammlung ihren Platz findet, wurden kürzlich in Angriff genommen.
Die Arbeitgruppe freut sich über den Fortschritt der Renovationsarbeiten. Sie hofft, dass das Zeughaus plangemäss im nächsten Frühjahr mit einem grossen Fest eingeweiht werden und seinem Zweck übergeben werden kann.
Drei Geschosse – drei verschiedene Nutzungen
Multifunktionale Nutzungen im Erdgeschoss
Das Erdgeschoss wird Vereinen, Organisationen, Interessengruppen und Privaten für vielfältige und flexible Nutzungen zur Verfügung gestellt (zum Beispiel Weihnachtsmarkt, Maskenball, Ausstellungen, Festivitäten verschiedenster Art, Begleitveranstaltungen von Viehschau oder Jahrmarkt).
Im Erdgeschoss gibt es zudem eine Küche mit Office, die einen Restaurationsbetrieb im ganzen Haus und der näheren Umgebung im Catering-System ermöglichen soll.
Kulturelle Mitte im Obergeschoss
Der einzigartige, freie Raum im Obergeschoss ist prädestiniert für verschiedene Aktivitäten wie Ausstellungen, Vorträge, Seminare, Symposien usw. Er bildet eine Synergie zwischen dem Erd- und dem Dachgeschoss. Je nach Veranstaltung ist eine flexible Möblierung und Raumunterteilung vorgesehen.
Grubenmann-Sammlung im Dachgeschoss
Die seit 1979 im «Alten Bahnhof» untergebrachte Ausstellung wird neu konzipiert und in erweiterte, aktuelle Zusammenhänge gestellt.
Die Grubenmann-Sammlung hat ein hohes Potential und bildet im Bereich der Architektur, des Holz-, Brücken- und Kirchenbaus, der Siedlungsgestaltung, der Wirtschaft, der sozialen Gesellschaft, der Kunst sowie der allgemeinen Kultur eine Verbindung zwischen dem 18. Jahrhundert und der Gegenwart. Ein direkter Zusammenhang mit der Kulturellen Mitte ist nicht vorgesehen.
Zeughaus: Renovation kommt voran
Ein Blick auf das eingekleidete Zeughaus verrät: Die Arbeiter sind in diesen Wochen vor allem mit der Erneuerung der Aussenfassade beschäftigt. Aber auch im Inneren wird mit Hochdruck renoviert. Die Verantwortlichen zeigen sich zuversichtlich, den Zeitplan einzuhalten.
Der bestehende Verputz im Erdgeschossbereich der Ostfassade wurde vollständig entfernt. An der gesamten Fassade wurde der alte Farbanstrich sowie die losen Verputzstellen entfernt und für die Verputzreparaturen vorbereitet. Die Restaurierung der Sandsteinpartien wird vermutlich bis August dauern. Auch in luftiger Höhe wird gearbeitet. Die alte Ziegelbedeckung ist zu Zweidrittel entfernt. Am neuen Dachaufbau mit der Isolation und einem neuem Unterdach wird zurzeit intensiv gearbeitet, sodass diese Arbeiten – je nach Wettersituation – in den nächsten Tagen abgeschlossen werden können.
Arbeiten im Innern
Da das renovierte Zeughaus behindertengerecht renoviert wird, ist ein Lift Voraussetzung dazu. Die Liftschachtöffnung ist über alle Etagen eingebaut worden. Mit einher gingen die notwendigen Ergänzungen der Holzkonstruktion. Im Erd- und Dachgeschoss wurden die alten Verputze teilweise entfernt und die Wände mit einem Verputzaufbau versehen. Ebenso wird seit rund zwei Wochen die Heizungs-, Elektro-, Sanitär- und Lüftungsinstallationen eingebaut.
Gemäss Auskunft der Bauleitung sind alle Arbeiten im Terminplan. Besondere Schwierigkeiten oder Hindernisse bei der Renovation sind bis jetzt nicht aufgetreten. Die Verantwortlichen sind überzeugt, dass die Renovation des Zeughauses fristgerecht abgeschlossen werden kann.
Bilder von Paul Hugentobler:
Test der besonderen Art
Über einhundert Personen nahmen an einem Belastungsversuch im zu renovierenden Zeughaus in Teufen teil. Grund war, aufzuzeigen, was eine Nutzlast von 150kg/m² bedeutet. Sechs Gruppen à 22 Leuten mussten dazu in der Mitte des Obergeschoss in entsprechende Sektoren stehen. Bei einem Durchschnittsgewicht von 80 Kilogramm entspricht dies einer Last von über zehn Tonnen. Geprüft wurde im Erdgeschoss an den Hängestützen, ob sich diese bewegen. Jürg Conzett, dipl. Ing. ETH/SIA aus Chur (links), mass eine Veränderung von 1,2 Millimetern, was seinen Erwartungen entsprach und nicht im geringsten einer Verformung der Konstruktion gleichkommt.
Auch wenn 150kg/m² unter der Norm liegen, ist diese nach den Worten von Jürg Conzett mit einer Museums- und Ausstellungsnutzung vereinbar. Allerdings müssten spezielle Anlässe und Ausstellungsgüter auf die statischen Verhältnisse geprüft und darüber im Einzelfall entschieden werden. Er schlägt im Weiteren eine Überprüfung der Dachkonstruktion mindestens alle fünf Jahre durch einen Ingenieur vor.
Fast die Hälfte der Arbeiten werden durch Teufener Unternehmen ausgeführt
Im Zusammenhang mit der Renovation und Umnutzung des Zeughauses in Teufen sind bereits zahlreiche Arbeitsaufträge vergeben worden. Im Vorfeld dazu waren umfangreiche Abklärungen notwendig und Gesetze einzuhalten. Ziel der Projektgruppe ist es, möglichst viele Aufträge in Teufen und der nahen Umgebung zu vergeben.
Für Laien ist die Vergabe von Aufträgen durch öffentliche Institutionen ein Buch mit sieben Siegeln. Dabei ist alles gesetzlich bis ins kleinste Detail geregelt. Ob das offene Verfahren, Einladungs- oder freihändige Verfahren zum Tragen kommt, hängt von der Höhe der Auftragssumme ab. Bei Beschaffungen im Bereich der öffentlichen Hand sind die Vergaben im Submissionsgesetz und in der entsprechenden Verordnung geregelt. Beim freihändigen Verfahren zum Beispiel hat die Gemeinde dieselben Möglichkeiten einen Auftrag zu vergeben wie eine private Person. Die Vergabesumme darf die Höhe von 150’000 Franken jedoch nicht überschreiten. Beim Einladungsverfahren (unter 250'000 Franken) kann die Gemeinde die Unternehmer bestimmen, welche für das Offerieren eingeladen werden. Beim offenen Verfahren (über 250'000 Franken) kann grundsätzlich jedes Unternehmen offerieren. Die Gemeinde hat hier kaum noch Spielraum.
Preis nicht immer massgend
Bei Auftragsvergaben haben unterlegene Unternehmen die Möglichkeit, Einsprache einzulegen, welche ein Projekt verzögern können. Gemäss Martin Wettstein, Projektleiter der Arbeitsgruppe «Renovation und Umnutzung Zeughaus» ist es wichtig, dass den Unternehmen eine saubere und eindeutige Offerte abgegeben wird, welche keinen Interpretationsspielraum zulässt. Im Weiteren müssen eindeutige Berechnungsgrundlagen definiert sein, um die Angebote zu bewerten. Dabei sind nicht nur der Preis massgebend, sondern auch die Qualität, der Ausführungstermin, die Ausführungsdauer sowie die Lehrlingsausbildung des Unternehmens. Wie die einzelnen Kriterien gewichtet sind, wird den Unternehmen vorher mitgeteilt. Im Allgemeinen herrscht die Meinung vor, dass automatisch jenes Angebot zum Zuge kommt, das das günstigste ist. Dem ist jedoch nicht so. Der Preis ist ein wichtiges Element bei der Vergabe. Aber gerade bei einem so wertvollen Schutzobjekt wie dem Zeughaus spielt laut Wettstein die Qualität der Ausführungen eine ebenso grosse Rolle. Aber auch alle anderen erwähnten Kriterien werden in die Bewertung miteinbezogen. So ist zu erklären, dass eine Firma, welche nicht immer das preislich günstigste Angebot hatte, den Zuschlag erhält.
Einsprachen verhindern
Es ist schliesslich die Projektgruppe, welche die Vergaben beschliesst. Eine manchmal nicht einfache Aufgabe, gerade dann, wenn zum Beispiel zwei Unternehmen in der Ausmarchung knapp beieinander liegen. Martin Wettstein erklärt, wie die Beurteilung der eingegangenen Offerten abläuft: «Nach der Offertöffnung werden die Angaben nach deren Prüfung durch die Architekten und Fachplanern in eine Matrix eingefügt. Die Vergabe erfolgt auf Basis dieser Matrix, wobei vor allem die Richtigkeit der Bewertungen in der Arbeitsgruppe nochmals geprüft wird». Anschliessend entscheidet die Projektgruppe. Dank den klaren Kriterien konnten bis anhin Einsprachen verhindert werden.
Wertschöpfung in Teufen und der nahen Region
Ziel der Projektgruppe ist, möglichst viele Aufträge in Teufen und in der Region zu vergeben. Dieses Ziel kann gemäss Martin Wettsein nach etwa der Hälfte der Arbeitsvergaben eingehalten werden. Der Grund dafür ist, dass nicht alle Arbeiten im offenen Verfahren ausgeschrieben werden mussten. Dadurch wächst der Einfluss der Projektgruppe, welche Unternehmen für Offerten einlädt. Darauf ist Martin Wettstein stolz: «Wir können auf diese Weise das Gewerbe in Teufen und in den Nachbargemeinden besser berücksichtigen. Kommt hinzu, dass wir die Unternehmen der Region und ihre Ansprechpersonen besser kennen». In Prozenten sieht das so aus: Teufen (45 Prozent), Kanton Appenzell Ausserrhoden (sechs Prozent), Stadt St. Gallen (dreissig Prozent).
Auf dieses Zwischenergebnis kann die Projektgruppe mit ihrem Präsidenten Martin Wettstein stolz sein. Vor allem auch deshalb, weil sich die Teufener und Leute aus der unmittelbaren Umgebung am gemeinsamen Werk beteiligen können. Damit löst Wettstein ein Versprechen aus der Abstimmungskampagne von 2009 ein. Dass dies trotz Submissionsgesetz und –verordnung möglich wurde, ist auch der professionellen Arbeit in der Projektgruppe zu verdanken.
Am Zeughaus Teufen wird Hand angelegt.
Die Renovationsarbeiten dauern bis in Frühsommer 2012
(Bild: Paul Hugentobler)
Aushub und Baugrubensicherung abgeschlossen
Die Renovation des Zeughauses kommt planmässig voran. Die Abbrucharbeiten der Holzverkleidungen und Wände im Zeughaus erfolgten bereits. Mit den eigentlichen inneren Abbrucharbeiten wird ab 10. Januar 2011 begonnen. Ab spätestens 17. Januar werden die Baumeisterarbeiten in Angriff genommen.
Im Verwalterhaus, welches im Zusammenhang mit der Renovation des Zeughauses später abgebrochen wird, sind die Demontagen und Abbrüche im Inneren erfolgt.
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Spatenstich
Heute, 8.11. fand der "Spatenstich" zur Renovation und Umnutzung des Zeughauses in Teufen statt.
Ruedi Elser (Architekt), Martin Wettstein (Präsident der Projektgruppe),
Fritz Schiess (Leiter Hochbauamt Teufen), Walter Grob (Gemeindepräsident Teufen)
Die Bagger können auffahren. Am Montag fand der "Spatenstich" zur Renovation und Umnutzung des Zeughauses Teufen statt. Die Renovation dauert bis Frühjahr 2012. Die Nutzung wird in Zukunft eine andere sein als bisher: Die Grubenmannsammlung wird im obersten Stock optimale Verhältnisse haben und die Ausstrahlung weit über die Kantonsgrenzen hinaus tragen. Die kulturelle Mitte ist für Wechselausstellungen vorgesehen. Zudem erhalten die Teufnerinnen und Teufner mit dem Erdgeschoss einen Raum mit einer guten Grundausstattung für die verschiedensten Bedürfnisse.
Wir sind auf Kurs
Lesen Sie hier den Artikel "Wir sind auf Kurs" vom 01. November 2010:
Wir sind auf Kurs 01.11.2010 [PDF, 69.0 KB]![]()
Arbeitsausschreibung
Inserat Submission Zeughaus 13.08.10 [PDF, 25.0 KB]
Baubewilligung erteilt
Lesen Sie hier den Artikel "Baubewilligung erteilt" vom 17. Mai 2010: Baubewilligung erteilt [PDF, 33.0 KB]
Aus der Vergangenheit lernen
Lesen Sie hier den Artikel Mai 2010: Verborgener Schatz Artikel Mai 2010 [PDF, 77.0 KB]
Lesen Sie hier den Artikel Mai 2010:
Der Architekt Ruedi Elser holt für die Renovation des Zeughauses wertvolle Hinweise aus den Baubeschreibung,
welche aus dem 19. Jahrhundert stammen.
Klares Ja zum Zeughaus
Lesen Sie hier den Bericht zur Abstimmung: Klares Ja zum Zeughaus [PDF, 46.0 KB]
"Zeughaus für verschiedene Bedürfnisse"
Interview mit Martin Wettstein vom 10. Oktober 2009:
Interview Martin Wettstein [PDF, 72.0 KB]
Projektwettbewerb 'Umnutzung Zeughaus'
Projekt wird weiterbearbeitet und vertieft
Der Architekt Ruedi Elser aus Wil und das Büro Giraudi & Wettstein aus Lugano sind im Februar mit ihrem gemeinsamen Projekt «salotto» als Sieger aus dem Wettbewerb für die Renovation und Umnutzung des Zeughauses hervorgegangen. Die beiden Architekten arbeiten zurzeit mit Hochdruck an der Optimierung des Projekts. Im November entscheiden die Stimmberechtigten über den Kredit.
Lesen Sie hier die ganze Medienmitteilung vom 28. April 2009: Medienmitteilung Projektweiterbearbeitung [PDF, 177 KB]
St. Galler und Tessiner gewinnen Wettbewerb
"Renovation und Umnutzung Zeughaus"
Medienmitteilung 11 02 2009 [PDF, 89.0 KB]
Aussenansicht ohne Verwalterhaus
Innenansicht kulturelle Mitte
Projektwettbewerb läuft bis Mitte Dezember
Auf die Ausschreibung des Projektwettbewerbes für die Umnutzung des Zeughauses haben sich 65 Planungsbüros angemeldet. Kürzlich fand für die interessierten Teilnehmer eine Begehung statt.
Ziel des Wettbewerbs ist es Vorschläge zu erhalten, wie mit der Sanierung das Zeughaus als Kulturobjekt erhalten und mit seiner Nutzung die kulturelle Vielfalt der Gemeinde Teufen gefördert werden kann. Insbesondere werden Antworten erwartet, wie mit der bestehenden Bausubstanz umgegangen wird.
Einen wichtigen Bestandteil bildet das Raumprogramm, welches von der Projektgruppe vor dem Sommer verabschiedet wurde. Demnach sollen die grosszügigen Räume des Zeughauses mehrheitlich bestehen bleiben. Zudem bildet das Betriebskonzept ein ebenso wichtiges Element. Hier geht es darum den Wettbewerbsteilnehmern aufzuzeigen, wie das Haus mit den künftigen Nutzungen betrieben werden soll und wie die Stockwerke erschlossen sein müssen. Dieses Betriebskonzept beschränkt sich aber auf das für die Renovation und Umbau des Zeughauses Notwendige. Das eigentliche Betriebskonzept wird in einer späteren Phase detailliert definiert.
Die Wettbewerbsteilnehmer haben nun Zeit bis 17. Dezember 2008 ihre Projekte einzureichen. Ein Preisgericht - bestehend aus Architekten, Ingenieuren, Denkmalpflege, Gemeinderats- und Projektgruppenmitglieder - wird das Siegerprojekt Anfang des nächsten Jahres bestimmen.
Bildlegende: Das Interesse am Projektwettbewerb «Zeughaus» mit 65 Planungsbüros ist sehr gross.
Bild: Paul Knill
Projektwettbewerb
Der Projektwettbewerb ist lanciert. Hier finden Sie die Ausschreibung, das Wettbewerbsprogramm sowie zwei Situationspläne.
Inserat Projektwettbewerb [PDF, 24.0 KB]
Wettbewerbsprogramm [PDF, 164 KB]
Situationsplan Wettbewerbsperimeter [PDF, 63.0 KB]
Situationsplan Umgebung [PDF, 52.0 KB]
Zeughaus soll gesellschaftlicher Treffpunkt werden
Vor einem Jahr hat die Projektgruppe Zeughaus vom Gemeinderat Teufen den Auftrag erhalten, Grundlagen für eine Abstimmung über einen Baukredit zu erarbeiten. Im folgenden Interview äussert sich der Präsident, Martin Wettstein, zur Bedeutung des Zeughauses für Teufen, über die zukünftige Nutzung des geschichtsträchtigen Gebäudes und seine persönliche Motivation in der Projektgruppe mitzuarbeiten.
Martin Wettstein, die Gebäudeversicherung des Kantons Appenzell Ausserrhoden verbietet ab Mitte 2009 eine weitere Nutzung des Zeughauses, weil wichtige sicherheitstechnische Vorgaben nicht erfüllt sind. Woran mangelt es insbesondere?
Martin Wettstein: Die Assekuranz hat wegen den fehlenden brandschutztechnischen Installationen eine Verfügung erlassen, welche bis 2009 nur noch eine sehr beschränkte Nutzung zulässt und ab 2010 eine Nutzung des Zeughauses total ausschliesst. Es ist aber auch die Substanz des Gebäudes, welche nicht mehr richtig intakt ist. So sind zum Beispiel das Dach, das nur notdürftig repariert wurde, der Sockel und die Fassade, welche Schäden aufweisen oder auch die Fenster, bei denen die Rahmen teilweise morsch sind, dringend zu renovieren.
Es besteht offensichtlich Handlungsbedarf. Zu welchen Erkenntnissen ist die Projektgruppe in der Zwischenzeit gekommen, damit auch in Zukunft Veranstaltungen im Zeughaus stattfinden können?
Die Projektgruppe wurde eingesetzt um das Nutzungskonzept, welches der Gemeinderat bereits lange zuvor verabschiedet hatte, in diesem Haus umzusetzen. Im Parterre des Zeughauses soll die Nutzung gleich bleiben wie bis anhin, dass heisst die grosszügige Halle soll möglichst erhalten bleiben, ergänzt jedoch mit einer modernen Infrastruktur.
Das erste Obergeschoss soll die kulturelle Mitte bilden. Hier sollen Wechselausstellungen, kulturelle Anlässe aller Art, Aktivitäten, welche sich auf Baukultur oder Bauhandwerk beziehen, stattfinden.
Im Dachgeschoss des Zeughauses wird in einem grosszügigen, sehr schönen Dachstuhl die Grubenmannsammlung ausgestellt werden.
Zurzeit laufen die Vorbereitungen für die Durchführung eines Wettbewerbes, der nach den Sommerferien ausgeschrieben wird. Ein wichtiges Element dieses Projektwettbewerbs ist das Raumprogramm, das von der Projektgruppe bereits verabschiedet wurde. Welche sind die Eckpfeiler dieses Raumprogramms?
Die grosszügigen Räume des Zeughauses sollen mehrheitlich bestehen bleiben. Zu diesen Räumen kommen jedoch die Infrastrukturräume wie Toiletten, Lift, Putzräume, Heizung, etc. hinzu. Das Raumprogramm muss erstellt werden um beim Wettbewerb diese Elemente wieder zu finden.
Einen weiteren Bestandteil des Wettbewerbs bildet das Betriebskonzept…
Das Betriebskonzept soll die Aktivitäten im und um das Zeughaus beschreiben. Hier geht es darum den Wettbewerbsteilnehmern aufzuzeigen, wie das Haus mit den künftigen Nutzungen betrieben werden soll, wie die Stockwerke erschlossen sein müssen. Dieses Betriebskonzept beschränkt sich aber auf das für die Renovation und Umbau des Zeughauses Notwendige. Das eigentliche Betriebskonzept wird in einer späteren Phase detailliert definiert.
Das Zeughaus wurde vor mehr als 150 Jahren als kantonales Artillerie-Zeughaus gebaut. Heute wird es im Zonenplan als Kulturobjekt definiert. Wie wichtig ist das Zeughaus als Kulturobjekt der Gemeinde Teufen?
Das Zeughaus ist das Beispiel Appenzellischer Militärgeschichte des 19. Jahrhunderts und bildet heute einen gesellschaftlichen Treffpunkt der Teufner Bevölkerung. Zudem sind Bauten gemäss Baugesetz so zu gestalten, dass Kulturobjekte nicht beeinträchtigt werden und in ihrer optischen Wirkung dem Schutzziel nicht widersprechen. Die Eigentümer dieser Objekte haben dafür zu sorgen, dass die Bauten in ihrer schutzwürdigen Substanz erhalten blieben.
Voraussichtlich in anderthalb Jahren haben die Stimmberechtigten über einen Baukredit zu befinden. Können Sie uns heute schon sagen, mit welchen Kosten für den Umbau des Zeughauses in etwa zu rechnen ist?
Für den Umbau und die Renovation des Zeughauses ist im Finanzplan eine Summe von 6.5 Mio. Franken reserviert. Der genaue Kostenvoranschlag wird ermittelt nachdem das Siegerprojekt feststeht. Im Edikt zur Abstimmung werden dann die zu erwartenden Kosten ausgewiesen.
Welches ist Ihre Motivation als Präsident der Projektgruppe mitzuarbeiten? Haben Sie persönliche Erinnerungen im Zusammenhang mit dem Zeughaus?
Als Offizier habe ich zwar einen starken Bezug zu Zeughäusern. Die Motivation in diesem Projekt mitzuarbeiten basiert aber nicht auf der militärischen Vergangenheit, sondern in der Schönheit und der Eleganz dieses Hauses. Vor allem aber ist es wichtig diesem Haus neues vielseitiges Leben zu ermöglichen. Hier soll ein Zentrum entstehen, wo sich Teufnerinnen und Teufner immer wieder treffen.
Interview: Richard Fischbacher






