Medienmitteilung des Gemeinderates vom 3. März 2026

12. März 2026
Der Gemeinderat informiert über die Jahresrechnung 2025.

Jahresrechnung 2025: Überschuss bei rückläufigen Steuereinnahmen
Trotz rückläufiger Steuereinnahmen schliesst die Jahresrechnung 2025 mit einem Überschuss ab. Das operative Ergebnis (Stufe 1) beträgt CHF 0.78 Mio. und ermöglicht eine weitere Vorfinanzierung des Projektierungskredits für den geplanten Bahntunnel. Das Gesamtergebnis nach Ergebnisverwendung beläuft sich auf CHF 2'294'455. Tiefere Aufwendungen sowie ein starkes Finanzergebnis kompensierten den tieferen Fiskalertrag.

 

Fiskalertrag gesamthaft um CHF 1.9 Mio. unter dem Voranschlag
Der Fiskalertrag blieb mit CHF 36 Mio. um CHF 1.9 Mio. hinter dem Voranschlag und auch hinter dem Vorjahr (CHF 37.2 Mio.) zurück. Zudem setzt er sich anders zusammen als erwartet.

 

Mindereinnahmen bei juristischen Personen und Sondersteuern
Die Gewinn- und Kapitalsteuern der juristischen Personen blieben mit CHF 1.9 Mio. klar hinter dem veranschlagten Wert zurück (CHF 4 Mio.). Mit einem Rückgang war gerechnet worden. Die Gemeinde hatte sich dazu mit der kantonalen Steuerverwaltung ausgetauscht. Dabei war in Erfahrung zu bringen, dass die hohen Einnahmen der Jahre 2022 und 2023 (CHF 8.9 Mio. bzw. CHF 6.2 Mio.) einmalige, nicht wiederkehrende Sondereffekte enthielten. Der effektiv eingetretene Rückgang fiel nun aber grösser aus als erwartet. Für die Zukunft wird nicht mit Werten über dem Vorjahreswert (CHF 2.7 Mio.) gerechnet.

Mit CHF 4.1 Mio. blieben ebenso die Sondersteuern deutlich hinter den Erwartungen zurück (veranschlagt CHF 5.7 Mio.). Hauptgrund dafür sind die Erbschafts-, Schenkungs- und Grundstückgewinnsteuern, die um CHF 1.5 Mio. unter dem Voranschlag lagen.

Die Einkommens- und Vermögenssteuern der natürlichen Personen lagen mit CHF 30 Mio. CHF 1.8 Mio. über dem Voranschlag. Der gute Steuereingang bei den natürlichen Personen vermochte aber die Mindereinnahmen bei den juristischen Personen und bei den Sondersteuern nur teilweise zu kompensieren. 

 

Tieferer Sach- und übriger Aufwand
Der gesamte Sach- und übrige Betriebsaufwand lag mit rund CHF 13.8 Mio. um CHF 1 Mio. unter dem Voranschlag. Im Verkehrsbereich wurden CHF 0.6 Mio. weniger ausgegeben als geplant. Strassenprojekte konnten günstiger abgeschlossen werden und einige Erschliessungsprojekte wurden zeitlich verschoben. Bei den externen Dienstleistungen, in der Wasserversorgung (weniger Rohrbrüche und Unterhalt), beim Abwasser und beim Forst konnten ebenso Kosten eingespart werden. Auch für die Schneeräumung fiel der Aufwand infolge des milden Winters tiefer aus als veranschlagt.

 

Minderaufwand bei den Transferleistungen und dem Personalaufwand
Der Nettoaufwand für Entschädigungen an Zweckverbände und andere Gemeinwesen fiel um CHF 1 Mio. tiefer aus als veranschlagt. Das ist massgeblich darauf zurückzuführen, dass die Rückerstattungen der wirtschaftlichen Sozialhilfe und der Alimentenbevorschussung höher ausfielen als zum Zeitpunkt der Voranschlagerstellung erwartet. Beim Transferaufwand führte die etwas später als erwartet erfolgte Umstellung auf die neue Abwasserreinigungsanlage ARA Au zu Minderausgaben bei den an die Stadt St. Gallen zu erstattenden Betriebskosten.

Der Personalaufwand belief sich auf CHF 26.9 Mio. und lag damit unter dem Voranschlag (CHF 27.5 Mio.). Massgeblich dafür war eine tiefere Belegung in den Heimen als veranschlagt. Dies hing unter anderem mit dem Umbau im Haus Lindenhügel (Demenzabteilung) zusammen.

 

Haus Bächli sorgt für starkes Finanzergebnis
Das Ergebnis aus Finanzierungstätigkeit fiel um CHF 1.4 Mio. besser aus als veranschlagt (CHF 1.1 Mio. statt CHF -0.3 Mio.). Ausschlaggebend ist die Wertsteigerung des zum Finanzvermögen gehörenden Hauses Bächli. Diese wurde durch den Umbau und die Vollvermietung erreicht. Die Liegenschaft stand nach dem Wegzug des Alters- und Pflegeheims Bächli im Jahr 2017 leer und befand sich in baufälligem Zustand. Nach dem Umbau mit brandschutztechnischer und energetischer Erneuerung beherbergt sie heute ein medizinisches Kompetenzzentrum. Die amtliche Schätzung des Verkehrswerts, zu dem die Finanzliegenschaft zu bilanzieren ist, überstieg die Gesamtaufwendungen für den Umbau.

 

Ergebnisverwendung: CHF 0.78 Mio. für die Vorfinanzierung des Projektierungskredits Bahntunnel und Zuweisung von CHF 2.3 Mio. ins Eigenkapital
Aufgrund des positiven Ergebnisses auf Stufe 1 hat der Gemeinderat beschlossen, CHF 0.78 Mio. zur Vorfinanzierung des Projektierungskredits für den Bahntunnel zu verwenden. Zusammen mit der Vorfinanzierung von CHF 3 Mio. aus dem Vorjahr beträgt der vorfinanzierte Betrag für den Projektierungskredit nun CHF 3.78 Mio.

Die Teufener Stimmbevölkerung hatte den Kredit über CHF 4.45 Mio. am 25. September 2022 genehmigt. Von diesem Kredit sind derzeit Ausgaben von rund CHF 4 Mio. beschlossen. Es ist zu erwarten, dass der Projektierungskredit bis zur Abstimmung über den geplanten Bahntunnel vollständig ausgeschöpft wird.

Der verbleibende Ertragsüberschuss von CHF 2'294’455 wird dem Eigenkapital zugewiesen.

 

Nettoinvestitionen von CHF 9.2 Mio.
Mit CHF 9.2 Mio. (Vorjahr CHF 8.3 Mio.) liegen die Nettoinvestitionen um CHF 0.2 Mio. über dem Voranschlag. Grund dafür ist, dass die Planungskosten für den Bahntunnel von CHF 1.6 Mio. seit dem Jahresabschluss 2024 in Absprache mit der Revisionsstelle aktiviert und in der Investitionsrechnung aufgeführt werden. Die Erfolgsrechnung wurde dadurch im Vergleich zum Voranschlag entsprechend entlastet.

Unter Ausklammerung der aktivierten Planungskosten wurden Investitionen von CHF 7.6 Mio. umgesetzt, was einem Realisierungsgrad von knapp 83 % entspricht (Vorjahr 77 %).

 

Auf einen Blick

  • Operatives Ergebnis (Stufe 1): CHF +0.78 Mio. (Einlage in Vorfinanzierung Bahntunnel)
  • Vorfinanzierung Projektierungskredit Bahntunnel: neu CHF 3.78 Mio. (Vorjahr: CHF 3 Mio.)
  • Gesamtergebnis nach Ergebnisverwendung: CHF +2'294'455 (Zuweisung ans Eigenkapital)
  • Fiskalertrag: CHF 36.0 Mio. (CHF 1.9 Mio. unter Voranschlag; Vorjahr: CHF 37.2 Mio.)
  • Ergebnis aus Finanzierungstätigkeit: CHF 1.1 Mio. (CHF 1.4 Mio. besser als Voranschlag; Haus Bächli)
  • Nettoinvestitionen: CHF 9.2 Mio. (CHF 0.2 Mio. über Voranschlag; Realisierungsgrad 83 % ohne aktivierte Planungskosten)

 

 

 

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